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PAION ERWIRBT LIZENZ
FÜR DAS NEUROPROTEKTIVUM ENECADIN VON NIPPON SHINYAKU
(Pressemitteilung der PAION GmbH 07.10.2004) Wissenschaftspreis 2005 Medizintechnik (Wissenschaftszentrum Nordrheinwestfalen) Biotechnologie wieder im Aufwind (DIB 01.09.2004) Aufbruch zur
Technologie-Region (Aachener Nachrichten 25.09.2004) Clement will Stammzellenforschung erleichtern (Aachener Zeitung 24.09.2004) Erbmaterial des Erregers der Legionärskrankheit entziffert (Aachener Zeitung 24.09.2004)
Proteine züchten
(Fraunhofer Magazin 3/2004) Medikamente aus dem Acker (Aachener Nachrichten 12.07.2004) Paion und Forest kooperieren im Schlaganfall (Pressemitteilung der PAION GmbH 06.07.2004) Wie Phoenix aus der Asche (05.07.2004 Pressemitteilung BioRiver) Ideen müssen zu Taten werden (aus der Antrittsrede von Bundespräsident..., 01.07.04) Sieben Millionen für neue Technologien (Aachener Zeitung 03.06.2004) Ödeme in kranken Gehirnregionen besser erkennen (Pressemitteilung des FZ Jülich 26.05.2004) Biotech im Winterschlaf (Kölner Stadtanzeiger 14.05.2004) PAION schließt Finanzierungsrunde über 9,8 Millionen Euro ab (Pressemitteilung 24.05.2004) Tag der offenen Tür in Jülich (Pressemitteilung der FH Aachen 05.2004) Fadenfeine Geräte im OP (Aachener Nachrichten, 21.05.2004) Bioreaktor bringt Stein ins Rollen (Aachener Zeitung 17.05.2004) «Bioriver» hat noch gut Wasser (Aachener Nachrichten 17.05.2004) Biotechnologie wächst weiter (Aachener Zeitung 14.05.2004) Proteine im Programm (Aachener Zeitung 12.05.2004) Neue Impulse für die Medizintechnik (Aachener Zeitung 12.05.2004) DASGIP übernimmt Europäischen Vertrieb für CellSciencesProdukte (Pressemitteilung, Mai 04) RWTH erhält 100.000 Dollar von Viktor Pollak (Aachener Zeitung, 07.05.2004) Kleinster Transistor kommt aus Aachen (Aachener Zeitung 28.04.2004) Medizintechnik-Hersteller Alaris baut in Baesweiler aus (Aachener Zeitung 19.04.2004) Vier Unternehmen der Region bei BioChancePLUS im Rennen (AGIT-Newsletter) Oberflächen- und Werkstofftechnologie in der Life Science (tech-transfer.info) Pressemitteilung PAION GmbH (7. Oktober 2004) PAION ERWIRBT LIZENZ FÜR DAS NEUROPROTEKTIVUM ENECADIN VON NIPPON SHINYAKU MEDIKAMENT
SOLL IN KLINISCHEN STUDIEN IM SCHLAGANFALL EINGESETZT WERDEN Im Rahmen der Vereinbarung gewährt Nippon Shinyaku PAION die Exklusivlizenz für Entwicklung und Vermarktung von Enecadin in allen Ländern der Welt mit Ausnahme von Japan, wo sich PAION und Nippon Shinyaku die Rechte teilen. PAION hat sich zu einer Vorauszahlung und mehreren künftigen Meilenstein-Zahlungen verpflichtet, die vom Erreichen bestimmter Erfolgsziele anhängen. Weiterhin ist PAION zur Zahlung von Lizenzgebühren auf den künftigen Umsatz mit Enecadin auf allen Märkten der Welt verpflichtet. PAION wird die alleinige Verantwortung für die Entwicklung und Marktzulassung von Enecadin in allen Ländern außer Japan übertragen. PAION ist berechtigt, seine Lizenz auf eine Drittpartei zu übertragen, falls dies – etwa in späteren Entwicklungsphasen und beim Marketing – für notwendig erachtet wird. Nippon Shinyaku ist für die Bereitstellung des pharmazeutischen Wirkstoffs zuständig. Seit etlichen Jahren wurden in der Pharmaindustrie keine Fortschritte in der Entwicklung eines innovativen Medikaments zur Behandlung des Schlaganfalls erzielt. PAION konnte kürzlich in einer Phase-II-Studie zu seinem ersten Medikament, dem Gerinnsel lösenden Protein Desmoteplase, positive Ergebnisse erzielen. Die Behandlung mit diesem Arzneimittel wies positive Resultate bis zu neun Stunden nach dem Einsetzen der Schlaganfallsymptome auf. Schlaganfall-Experten und das „National Institute of Neurological Disorders and Stroke” in den USA fordern einen kombinierten Behandlungsansatz für den Schlaganfall, der auf die Wiedereröffnung der blockierten Arterien und auf den Schutz des Hirngewebes abzielt. PAION ist zuversichtlich, mit Enecadin und Desmoteplase in seinem Portefeuille auf dem Weg zur Erfüllung dieser Forderung ein gutes Stück vorangekommen zu sein. Dr. Wolfgang Söhngen, CEO von PAION, sagte hierzu: „Dies ist ein wichtiger Schritt zur Erweiterung unserer Produkt-Pipeline. Wir haben mehrere Neuroprotektiva auf ihr Entwicklungspotenzial geprüft und Enecadin als hervorragenden Kandidaten in diesem Bereich identifiziert. Nippon Shinyaku hat ein hochwertiges Datenpaket zusammengestellt, auf dem wir aufbauen können. Dies sollte die Zeit bis zum Beginn der klinischen Phase-II-Studien beträchtlich verringern; derzeit planen wir den Start dieser Phase für das kommende Jahr.“ Schlaganfall Nippon Shinyaku Co. Ltd. PAION
Aachener Zeitung (01.10.2004)
Kapital für Biotechnologie Zwar gilt die
Konsolidierung der Branche als weitgehend abgeschlossen, dennoch haben viele
Betriebe großen Schwierigkeiten, frisches Kapital zu erhalten.
Wissenschaftspreis 2005 Medizintechnik Der Industrie-club Düsseldorf schreibt
in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum NRW zum achten Mal den mit
20.000 € dotierten Wissenschaftspreis aus. Dem Preisträger wird die
Teilnahme am jährlichen Nobelpreisträgertreffen in Lindau ermöglicht.Der
Preis soll dazu beitragen, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und
Innovation in der anwendung zu überwinden und wird jährlich in wechselnden
Disziplinen vergeben. Für das Jahr 2005 ist er im Themenfeld Medizintechnik
ausgeschrieben.
Aachener Nachrichten vom 25.09.2004 Aufbruch zur Technologie-Region
Richtfest am Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie. Forschung und Lehre in zwei modernen Lebenswissenschaften. Land und Bund finanzieren 33 Millionen Euro teures Projekt. Aachen. «Dies ist ein großer Tag für Aachen, das Land und den Standort Deutschland», frohlockte Institutsleiter Rainer Fischer (LifeTec-Mitglied) beim Richtfest am Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME). Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt nahm an der Feier teil. Das IME wird nach seiner Fertigstellung in etwa einem Jahr die dritte Zweigstelle des Fraunhofer Instituts in Aachen sein. Forschung und Lehre werden dann zwei Teilbereichen gewidmet, die zu den modernen Lebenswissenschaften gezählt werden: Die Molekularbiologie beinhaltet Bereiche wie Angewandte Genomforschung, pharmazeutische Produktentwicklung und Biotechnologie, während die Angewandte Ökologie Themen wie Pflanzen-, Boden- und Gewässerschutz aufgreift. Dritte "Filiale" Finanziert wird das rund 33 Millionen Euro teure Institut anteilig aus Landes- und Bundesmitteln, wobei die RWTH Aachen das 31000 Quadratmeter große Areal in direkter Nachbarschaft der Schwesterinstitute zur Verfügung stellte. Neben den Standorten in Schmallenberg und im amerikanischen Newark wird die Aachener Einrichtung die dritte «Filiale» des IME. In Zeiten knapper Kassen sei diese Investition ein «klares Bekenntnis zur Hochtechnologie», das der Region «europaweit eine Sonderstellung im Biotech-Bereich» ermögliche, prophezeite Institutsleiter Fischer. Durch Schnittstellen zu den anderen Fakultäten werde sich das IME perfekt an die Hochschule angliedern. Auch Alfred Gossner vom Fraunhofer-Vorstand hob die künftig noch stärkere Kooperation mit der RWTH hervor. Durch das IME werde die Aachener Hochschule «besonders interessant für die Industrie», war RWTH-Prorektor Rolf Roissant überzeugt. Dass die Molekulare Biotechnologie gefragter denn je ist, zeige sich an der Zahl von zuletzt 236 Bewerbern auf die aktuell nur 20 vorhandenen Studienplätze in Aachen. Im Angesicht des Richtkranzes gerieten auch OB Jürgen Linden und Karl Schultheis vom NRW-Wissenschaftsministerium ins Schwärmen: Das IME signalisiere den «Aufbruch in Richtung Technologie-Region», freute sich Linden. «Vernetzung» sei das Erfolgsrezept, um noch vorhandene Hürden auf dem Weg zum Strukturwandel zu überwinden. Schultheis betonte, durch die internationale Ausrichtung des IME könne die in Deutschland «gelegentlich unbedarft behinderte» Forschung im biologischen Bereich umgangen werden. Er dankte dafür, dass bei der Finanzierung bislang «Wort gehalten» wurde.Leicht verspätet, brachte auch Ministerin Schmidt ihr Grußwort ein: Sie erhoffe sich von dem werdenden Institut, dass die Forschung auf dem Gebiet der schwer wiegenden Erkrankungen, wie etwa Aids, Fortschritte mache. Optimistisch erwarte sie die Innovationen des Instituts. Dabei vergaß sie nicht zu betonen, dass die potentiellen neuen Medikamente «bezahlbar bleiben» sollten. Aachener Nachrichten vom 24.09.2004 "Stammzellenforschung ausweiten" Aachen. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD)
hat sich Donnerstag in Aachen für eine Ausweitung der Stammzellenforschung
ausgesprochen. Deutschland müsse in der Biotechnologie "vorankommen".
Beispielhaft sei hier Belgien, sagte er auf einem Festakt zum 200-jährigen
Bestehen der Industrie- und Handelskammer (IHK) in der Euregio Maas-Rhein.
In Belgien können in der Forschung Stammzellen verwendet werden, die aus
überzähligen Embryonen nach künstlichen Befruchtungen (In-Vitro-Fertilisation)
stammen.
Aachener Zeitung vom 24.09.2004 Clement will Stammzellenforschung
erleichtern Aachener Zeitung vom 24.09.2004
Erbmaterial des Erregers der Legionärskrankheit entziffert
DIB 01.09.2004 Biotechnologie wieder im
Aufwind
Proteine züchten Insulin, Interferon und EPO- diese Blockbuster sind nur drei Beispiele für die inzwischen zahlreichen Medikamente auf dem Markt, die durch die moderne Gentechnologie produziert werden. Tendenz steigend. Viele gentechnisch hergestellte Arzneien leiten sich von körpereigenen Stoffen, menschlichen Proteinen, ab. Die verbesserte Produktion solcher Biopharmazeutika ist eines von zwei Geschäftsfeldern des jungen Unternehmens MedArtis Pharmaceutikals GmbH. MedArtis wurde im März 2004 aus dem Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, Bereich Molekularbiologie in Aachen von (LifeTec-Mitglied) Prof. Dr. Rainer Fischer, (LifeTec-Mitglied) Dr. Stephan Hellwig und Dr. Stefan Barth gegründet. Wesentlich verstärkt wird das Team durch die beiden Industrie erfahrenen Mitbegründer Dr. Georg Melmer (u.a. Boehringer Mannheim) und Prof. Dr. Gerd Gellißen (RheinBiotech), die auch die operativen Schlüsselpositionen des CEO (Melmer) und CSO (Gellißen) ausfüllen. Das Life-Science-Unternehmen optimiert Bakterien, Hefen, Pflanzenzellen oder tierische Zellkulturen als „Biofabriken“, um die Wirkstoffe im Auftrag von Kunden aus Industrie und Forschung herzustellen. Damit die Proteine auch internationalen Richtlinien für die Medikamenten-Produktion (Good-Manufacturing-Praktice, GMP) gefertigt werden können, baut MedArtis Pharmaceuticals eine neue Anlage auf. „Mit der Biotechnologischen Produktion nach GMP stoßen wir in eine große Marktlücke“, ist sich Hellwig sicher. „Viele forschen an Pharmazeutischen Proteinen, aber kaum jemand kann sie nach den strengen Richtlinien herstellen. Das ist aber für klinische Studien unabdingbar.“ Das zweite Geschäftsfeld ist die Entwicklung innovativer medizinischer Wirkstoffe. Die besondere Expertise von MedArtis sind Immuntherapeutika auf der Basis von Antikörpern, an die Giftstoffe (Immuntoxine) gekoppelt sind. Diese toxischen Antikörper binden hochspezifisch an bestimmten Zelltypen, wie etwa Krebszellen. So können die entarteten Zellen gezielt bekämpft werden, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Auf diesem Geschäftsfeld möchte das Life-Science-Unternehmen auch mit den Universitäten in Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf kooperieren. „Da jeder erfolgreichen Therapie eine genaue Diagnostik vorausgehen muss, will MedArtis auch neue Immundiagnostika entwickeln, die Maßgeschneidert auf die neuen Therapeutika sind“ betont CEO Georg Melmer.
Forschung in NRW erhält drei Millionen mehr Düsseldorf. Für die wissenschaftliche Forschung an Hochschulen und Instituten in NRW stellt das Land zusätzliche drei Millionen Euro zur Verfügung. Fast zwei Millionen Euro sollen davon den Bereichen Biotechnologie, Gentechnik und Medizin zu Gute kommen, teilte das NRW-Forschungsministerium am Montag in Düsseldorf mit. Der Rest verteile sich auf Forschungsschwerpunkte zu Energie und Mobilität. Weitere Mittel gingen an die Fachhochschulen und die Medien-Hochschule Köln. Das Geld stammt aus zurückgeflossenen Strukturhilfe-Mitteln.
Aachener Nachrichten (12.07.2004) Medikamente aus dem Acker (von Axel Borrenkott) Aachen. Unter maßgeblicher Aachener Beteiligung wollen 39 Forschergruppen aus elf europäischen Ländern sowie aus Südafrika mithilfe gentechnisch veränderter Pflanzen Pharmazeutika herstellen. In den nächsten fünf Jahren sollen Medikamente und Impfstoffe gegen Aids, Diabetes, Tollwut und Tuberkulose produziert und in klinischen Versuchen getestet werden. Das von der EU mit mehr als zwölf Millionen Euro geförderte Projekt «Pharma Planta» wurde gestern zeitgleich in London, Rom und Aachen vorgestellt. Organisatorischer Leiter des Vorhabens ist (LifeTec-Mitglied) Professor Rainer Fischer, der sowohl dem hiesigen Fraunhofer Institut Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME) wie dem RWTH-Institut für Molekulare Biotechnologie vorsteht. Wissenschaftlich koordiniert wird das Projekt von Prof. Julian Ma in London. Wesentlich kostengünstiger Bisher werden solche Medikamente und Impfstoffe aus gentechnisch veränderten menschlichen Zellen oder Bakterien hergestellt. Die Verfahren sind teuer, aufwändig und führen oft nur zu geringer Produktion. Arzneien aus Pflanzen lassen sich wesentlich kostengünstiger, schneller und in großen Mengen produzieren. «Vor allem geht es darum, gute und preiswerte Medikamente für Entwicklungsländer bereitzustellen», sagte Dr. Stefan Schillberg vom Fraunhofer IME. Eine der «größten Herausforderungen» bestehe zunächst darin, die günstigsten Pflanzenarten festzulegen. Bevorzugte Kandidaten sind Mais und Tabak. Schwierig wird es auch, eine Anbaufläche für die manipulierten Pflanzen zu finden. Angesichts der regelmäßigen Verwüstungen von Genpflanzen-Feldern durch militante Gegner jeglicher Gentechnik in Europa zieht man für den Anbau voraussichtlich Südafrika in Betracht. Technische Proteine Um Wirkstoffe aus Pflanzen zu gewinnen, werden in diese zunächst so genannte technische Proteine eingebracht, die dann in den Zellen der Pflanze als «Bauanleitung» die Produktion der gewünschten therapeutischen Wirkstoffe, ebenfalls Proteine, anregen. Solche Verfahren existieren bereits. In den USA wird nach Auskunft Schillbergs bereits in drei Jahren mit einem markreifen Produkt gerechnet.
Pressemitteilung der PAION GmbH (06.07.2004) PAION UND FOREST LABORATORIES KOOPERIEREN IM
SCHLAGANFALL PAION GmbH und Forest Laboratories, Inc. haben eine Lizenzvereinbarung zur weiteren Entwicklung und Vermarktung des Schlaganfallproduktes Desmoteplase von PAION in den Vereinigten Staaten und Kanada geschlossen. Desmoteplase ist ein neuartiger Plasminogenaktivator, der in einer Phase II Schlaganfall Studie erfolgreich getestet wurde und für die Behandlung bis zu 9 Stunden nach Auftreten der Symptome eingesetzt werden könnte. Forest wird im Rahmen der Vereinbarung eine Abschlagszahlung und Meilensteinzahlungen leisten. Dafür erhält das Unternehmen die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für Desmoteplase im Schlaganfall und anderen Indikationen in den USA und Kanada. PAION hingegen behält die Entwicklungsrechte und die kommerziellen Rechte für Europa, Japan und den Rest der Welt. Außerdem wird Forest Lizenzgebühren an PAION zahlen und die Entwicklungskosten für den amerikanischen und kanadischen Markt übernehmen. Desmoteplase konnte Mitte Juni 2004 den Fast-Track-Status der amerikanischen Zulassungsbehörde Food and Drug Administration "FDA" erlangen. Dieses Zulassungsverfahren wird nur für Medikamente zur Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen gewährt für die es bisher keine Medikamente gab. Im Rahmen des Fast-Track-Status kann ein Unternehmen ein Zulassungsdossier sozusagen Zug um Zug einreichen und muss nicht warten, bis alle abschließenden Ergebnisse zur Verfügung stehen ("Rolling Biologics License Application"). Auf Basis dieser Angaben führt die FDA dann ein beschleunigtes Prüfverfahren durch und entscheidet innerhalb von 6 Monaten über den Antrag. Sind die Tests erfolgreich, könnte ein Zulassungsantrag (Biologics License Application) für Desmoteplase bereits im Jahr 2007 der Behörde vorgelegt werden. Dr. Wolfgang Soehngen, Geschäftsführer und CEO der PAION GmbH kommentiert: "Mit den Einnahmen aus dieser Vereinbarung ist die Entwicklung von Desmoteplase bis zur Zulassung des Präparates gesichert. Wir haben Forest als Partner gewählt, weil das Unternehmen große Erfahrung in der Entwicklung und Zulassung von Produkten des Zentralen Nervensystems hat und dies mit erfolgreichen Markteinführungen auch mehrfach unter Beweis gestellt hat. Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg unserer Zusammenarbeit ist das Engagement für diese schwierige Indikation, das sowohl die Mitarbeiter aus dem Marketing und der Entwicklung als auch das Management mitbringen". Howard Solomon, Chairman und Chief Executive Officer der Forest Laboratories, Inc. sagt: "Mit Desmoteplase können wir unserer Pipeline ein weiteres "Late Stage-Produkt" hinzufügen. Es handelt sich dabei um unser erstes biologisches Produkt und somit um einen wichtigen Sektor, auf dem wir bisher noch nicht aktiv sind. Vor allen Dingen ist Desmoteplase ein Produkt, das bei erfolgreicher Entwicklung und Zulassung einen ganz wichtigen Unterschied für die Behandlung von Schlaganfall-patienten bedeuten kann. Zurzeit gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten, die tödlichen oder behindernden Folgen eines Schlaganfalls zu begrenzen. Wir sind von der wissenschaftlichen Kreativität und den Fähigkeiten von PAION's Management und Mitarbeitern sehr beeindruckt." Aus der Antrittsrede von Bundespräsident Horst Köhler im Deutschen Bundestag, 1.7.2004 ... Ideen müssen zu Taten werden. Sie müssen es werden können. Warum sind wir dennoch in den letzten Jahrzehnten bei Ideen und Innovationen zurückgefallen? Es gibt unzählige Beispiele, wo Ideen in Deutschland entstanden sind, die Arbeitsplätze aber anderswo. Zum Beispiel die Braunsche Röhre, Konrad Zuses erster Computer oder ganz aktuell die MP3-Technik. Sie wurden bei uns erfunden. Aber weiterentwickelt wurden sie anderswo. Ähnliches passiert derzeit bei der Nano- und Biotechnologie. Hier müssen wir etwas ändern, damit wir nicht zum Brachland der Ideen werden. ... Sieben Millionen für neue Technologien Kreis Aachen. Mit rund sieben Millionen Euro unterstützt der Bund bis zum Jahr 2007 im Kreis Aachen die Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien. Das teilte am Donnerstag der Würselener SPD-Bundestagsabgeordnete Achim Großmann, Staatssekretär im Verkehrsministerium, mit. Am stärksten profitieren laut Großmann Projekte der Fertigungstechnik (1,5 Millionen Euro) und der Informationstechnik (2,5 Millionen Euro) von den Bundeszuschüssen. Rund 770.000 Euro fließen in die Erforschung von neuen Verkehrs- und Mobilitätstechnologien. Gefördert werden aber auch Projekte in den Bereichen Umwelttechnik, Biotechnologie, Materialforschung und Mikroelektronik, erklärte Großmann. Pressemitteilung des Forschungszentrums Jülich (26.05.2004) Ödeme in kranken Gehirnregionen besser erkennen Jülicher Wissenschaftler messen Wassergehalt im lebenden Gehirn Bei vielen Krankheiten des Gehirns, beispielsweise bei einem Hirntumor, sammelt sich Wasser um das kranke Gewebe an. Ein Ödem entsteht und der Wassergehalt im Hirn steigt an. Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben ein neues Messverfahren entwickelt, mit dem sie quantitativ den Wassergehalt in unterschiedlichen Bereichen des lebenden Gehirn bis auf etwa ein Prozent genau bestimmen können. Damit können sie jetzt Hirnbilder, die ihnen die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) liefert, miteinander vergleichen und kontinuierlich verfolgen, wie sich Ödeme in Abhängigkeit vom Krankheitsverlauf verändern. So können die Hirnforscher unmittelbar erkennen, wie wirksam beispielsweise eine Therapie mit Medikamenten ist. Die neue Methode arbeitet nicht-invasiv - ohne chirurgischen Eingriff - und so schnell, dass Patienten im klinischen Alltag häufig und trotzdem schonend untersucht werden könnten. Sie bietet zudem ein großes Potential für neue Diagnosemöglichkeiten, beispielsweise bei multipler Sklerose, Hirntumoren oder Schlaganfall. Die Magnetresonanz-Tomographie kommt ohne Strahlungseinwirkung oder radioaktive Substanzen aus. Die Patienten werden in ein starkes Magnetfeld mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla gelegt. Ein zusätzliches schwaches Magnetfeld regt die Protonen des Wassers im Gehirn an. Beim Abschalten des Magnetfelds geben die Protonen kleine magnetische Signale ab. "Die Magnetresonanz-Tomographie liefert in der heute fast ausschließlich eingesetzten Form nur qualitative Informationen. Unterschiedliche Wasser-Konzentrationen können wir damit nicht messen", erklärt der Physiker Dr. Jon Shah, Projektleiter der MRT-Gruppe am Jülicher Institut für Medizin. "Die Signalintensität der einzelnen Bilder ist zudem abhängig davon, wie der Scanner des MR-Tomographen eingestellt ist". Daher ließen sich Hirnbilder eines Patienten, die zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden, bisher schwer oder gar nicht miteinander vergleichen. Mit der neuen Messmethode sind die Hirnforscher nun unabhängig vom verwendeten Gerät. Das MR-Signal, so überlegten sie, ist proportional zur Protonendichte und müsste sich somit auch proportional zum Wassergehalt im Gewebe verhalten. Aufgrund ihrer Überlegungen entwickelten die Jülicher Wissenschaftler ein neues Messverfahren, mit dem sie den Wassergehalt im lebenden Gehirn quantitativ bestimmen können. Sie können "Karten" erstellen, die den Wassergehalt in den einzelnen Bereichen des Gehirns mit einer Genauigkeit von 99 Prozent zeigen. Der Wassergehalt im Gehirn ist streng reguliert und steigt bei vielen Krankheiten an, so dass unter anderem ein Ödem entsteht. Diese vermehrte Wasseransammlung um das kranke Gewebe kann dazu führen, dass der Druck im Gehirn gefährlich ansteigt. Mit der neuen Messmethode können die Hirnforscher kontinuierlich verfolgen, ob sich das Ödem in Folge der Krankheit weiter ausbreitet oder aber eine Therapie beispielsweise durch Medikamente Erfolg zeigt. "Zudem können wir Änderungen des Wasserinhaltes diagnostizieren, die das ganze Gehirn umfassen - eine Möglichkeit, die kein anderes nicht-invasives Diagnoseverfahren bietet", erklärt Jon Shah. Die neue Messmethode arbeitet aber nicht nur sehr genau, sondern auch schnell. Bislang mussten Patienten mehrere Stunden regungslos im Magnetresonanz-Tomographen liegen, um den Wassergehalt im Gehirn messen zu können. Mit jeder Bewegung verschlechtert sich die Qualität des Bildes, ähnlich einem verwackelten Foto bei langer Belichtungsdauer. Die neue Methode liefert bereits nach 20 Minuten präzise "Wasserkarten" des Gehirns. "Damit eignet sie sich für den klinischen Einsatz, denn nun sind schnelle Messungen möglich", verdeutlicht Dr. Heiko Neeb vom Institut für Medizin, der die neue Methode gemeinsam mit Jon Shah und seinem Team entwickelt hat. Zukünftig wollen die Wissenschaftler die neue Messmethode auf dem stärkeren 4-Tesla Magnetresonanz-Tomographen einsetzen. Davon erwarten sie noch schärfere Bilder dank einer höheren räumlichen Auflösung. Mit der neuen Methode können die Hirnforscher nicht nur den Wassergehalt, sondern auch andere Parameter quantitativ und in kurzer Zeit messen. Bei Patienten mit einer häufig auftretenden neurologischen Begleiterscheinung der Leberzirrhose können sie den Krankheitsverlauf während der Therapie verfolgen. Bei dieser Krankheit - der hepatischen Enzephalopathie - reichert sich das Spurenelement Mangan im Gehirn an. "Mit unserer neuen Messmethode, die wir zum Patent angemeldet haben, haben wir nun die einzigartige Möglichkeit, ohne äußeren Eingriff diagnostisch ausgesprochen wichtige Informationen über den lokalen Wasserinhalt im menschlichen Hirn zu gewinnen", erklärt Heiko Neeb. Die Methode bietet ein großes Potential für neuartige klinische Einsatzmöglichkeiten, welche zur Zeit am Forschungszentrum Jülich untersucht werden. Dazu gehören die Diagnostik von multipler Sklerose, von Hirntumoren und Schlaganfall sowie die Untersuchung von Erkrankungen der weißen Hirnsubstanz. In den kommenden Jahren soll die neue Methode in der Routinediagnostik eingesetzt werden. Weitere Informationen: Annette Stettien, Wissenschaftsjournalistin
Mechthild Hexamer, Leiterin der
Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin Kölner Stadtanzeiger (14.05.04) Biotech im Winterschlaf VON FRIEDEMANN SIERING Im Rheinland ist die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr um 24 Prozent zurückgegangen. Köln - Die Biotechnologie-Branche befindet sich im Winterschlaf. Und das sei keine schlechte Nachricht, meint Siegfried Bialojan von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Denn eigentlich habe man für das vergangene Jahr einen heftigen Einbruch befürchtet, weil die Unternehmen anhaltend über Kapitalmangel stöhnten. Tatsächlich aber sei die Konsolidierung weniger dramatisch ausgefallen, die Zahl der Insolvenzen nicht so groß wie angenommen. Nach Erhebungen von Ernst & Youngsank die Zahl der Firmen, die sich auf die Kommerzialisierung moderner Biotechnologie konzentrieren, bundesweit von 360 auf 350. Zwei Dutzend Unternehmen gingen Pleite, zehn wurden aufgekauft, 23 neu gegründet. Allerdings gab es einen deutlichen Rückgang der Mitarbeiterzahl: um 14 Prozent auf gut 11 500. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gingen 2003 um elf Prozent auf 966 Millionen Euro zurück, liegen aber immer noch über dem Umsatz von insgesamt 960 Millionen (minus fünf Prozent). Der Verlust von alles in allem 549 Millionen Euro fiel um 17 Prozent geringer aus als 2002. Die Biotech-Firmen setzten angesichts der schwierigen Lage vermehrt auf „Verschlankung“, auf Kooperation und auf Dienstleistung für Pharmafirmen. Viele Unternehmen hätten vorläufig den Traum aufgegeben, mit einem neuen Medikament den Markt aufzurollen, sagt Bialojan. Da habe sich Pragmatismus breit gemacht - in der Hoffnung auf bessere Zeiten „nach dem Winterschlaf“. In ihrem „Biotechnologie-Report 2004“ haben die Unternehmensberater auch Zahlen für die Region „BioRiver“ vorgelegt, zu der sich im vergangenen Jahr die Standorte Köln, Düsseldorf, Aachen, Bonn und Jülich zusammengetan haben. Die Region liegt hinter München-Martinsried, Berlin-Brandenburg und dem Rhein-Neckar-Dreieck unverändert auf Rang vier. Am Rhein hat sich die Zahl der Biotech-Unternehmen von 29 auf 28 verringert. Die Zahl der Mitarbeiter fiel überdurchschnittlich stark um 24 Prozent auf 620. Allerdings sind in dieser Rechnung zwei wichtige Unternehmen aus Düsseldorf nicht berücksichtigt: Qiagen, die profitabelste deutsche Biotech-Firma mit 1500 Mitarbeitern (davon viele in den USA), sowie die Rhein Biotech, die seit zwei Jahren eine Schweizer Mutter hat. Die Branche setzt trotz der Finanzierungsprobleme auf eine bessere Zukunft. Denn noch nie waren so viele biotechnologische Wirkstoffe in der klinischen Erprobung. Die börsennotierte Münchner Medigene AG hat als erstes Unternehmen der Branche kürzlich ein Medikament auf den Markt gebracht: ein Präparat gegen Prostatakrebs. Und Karsten Henco, Gründer von Quiagen sowie der Hamburger Evotec, ist zuversichtlich, dass die Geldgeber bald wieder spendabler werden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg 2004 das der Branche zur Verfügung gestellte Wagniskapital immerhin um acht auf 216 Millionen Euro. PAION schließt Finanzierungsrunde über 9,8 Millionen Euro ab Aachen, 24. Mai 2004 - PAION GmbH, ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Fokus auf die Entwicklung neuer Schlaganfall-Therapeutika, hat die vierte Finanzierungsrunde in Höhe von 9,8 Millionen Euro abgeschlossen. Damit konnte PAION seit der Gründung im Jahr 2000 insgesamt 51,1 Millionen Euro Kapital einwerben. Die Finanzierungsrunde wurde von der französischen Risikokapitalgesellschaft Innoven Partenaires geführt. Neben dem ebenfalls neuen französischen Investor OTC Asset Management, Paris/F, beteiligten sich die bestehenden Investoren 3i Group, Düsseldorf/D, Genevest S.A., Genf/CH, Neomed Innovation, Oslo/N, S-VC, Aachen/D und PAION’s private Investoren aus der Schweiz, Großbritannien und den USA. PAION hat Ende 2003 eine klinische Phase-II-Studie mit dem Hauptprodukt Desmoteplase in akutem Schlaganfall mit viel versprechenden Ergebnissen beendet. Das Unternehmen wird die zusätzlichen Mittel nun insbesondere für die Vorbereitung der anstehenden Studien verwenden. Gleichzeitig hat PAION so ausreichend Zeit, um einen Partner für die weitere Entwicklung und Vermarktung von Desmoteplase auszuwählen. Die Mittel sollen zudem genutzt werden, den Produktionsmaßstab von Desmoteplase so zu vergrößern, wie es für die Vermarktung notwendig ist. Dr. Roland Cohen, Partner bei Innoven, kommentiert die Investition: "Was uns wirklich beeindruckt hat, ist PAION’s innovativer Ansatz, die bisher unzulängliche Schlaganfalltherapie zu verbessern. Das hohe Marktpotential der Indikation in Verbindung mit den positiven Phase-II-Ergebnissen und die Leistungen von PAION’s Management-Team haben die Investition für uns attraktiv gemacht." Dr. Wolfgang Soehngen, Geschäftsführer und CEO der PAION GmbH, sagt: "Das fortwährend hohe Interesse von Seiten der Investoren und der Pharma- Industrie und die sehr attraktive Bewertung unseres Unternehmens in dieser Finanzierungsrunde belegen das Potenzial unseres Hauptprodukts Desmoteplase. Es bestärkt uns in unserem Ziel, ein integriertes Schlaganfall-Portfolio aufzubauen. Wir rechnen damit, in Kürze einen Kooperationsvertrag für Desmoteplase abzuschließen und dadurch die weitere Entwicklung der Substanz zu beschleunigen." Desmoteplase und Schlaganfall Desmoteplase ist der erste neuroprotektive Plasminogenaktivator und besitzt eine sehr hohe Fibrinspezifizität. Das Protein wurde im Speichel der Vampirfledermaus Desmodus rotundus entdeckt. Die Resultate der kürzlich erfolgreich abgeschlossenen klinischen Phase II haben PAION’s Erwartungen sowohl hinsichtlich der Sicherheit als auch der Wirksamkeit übertroffen. Mit dem Produkt konnte das erste mal gezeigt werden, dass Schlaganfallpatienten bis zu neun Stunden nach Einsetzen der Symptome erfolgreich behandelt werden können. Damit kann der zur Verfügung stehende Zeitrahmen für die Rettung von Gehirngewebe dramatisch ausgedehnt werden. Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Europa und den USA – nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Gleichzeitig ist die Behandlung von akutem Schlaganfall und seinen schwerwiegenden Folgeerscheinungen bisher nur in unbefriedigendem Maße möglich. Das einzige von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zugelassene Thrombolytikum rt-PA muss innerhalb von drei Stunden nach Auftreten der Symptome verabreicht werden. PAION GmbH Das Biopharma-Unternehmen PAION mit Sitz in Aachen ist spezialisiert auf die Entwicklung innovativer Therapeutika zur Behandlung von Schlaganfall. Durch seine Kernkompetenzen in klinischer Entwicklung und internationaler Arzneimittelzulassung ist PAION bestens gerüstet, ein viel versprechendes Portfolio an Schlaganfall-Medikamenten erfolgreich auf den Markt zu bringen. Ein erfahrenes, internationales Management-Team und die Unterstützung durch führende Investoren sind die Grundlage für schnelles globales Wachstum und die Verwirklichung der Vision, „PAIONeer in Stroke“ zu sein. Innoven Partenaires Innoven Partenaires ist eine unabhängige Risikokapitalgesellschaft in Paris, mit Fonds von über 100 Millionen Euro. Seit 2001 verwaltet Innoven die High-Tech Fonds der französischen Post „LA POSTE“ und investiert das Kapital seiner insgesamt elf Fonds in europäische Unternehmen der Life-Science- und Informationstechnologie-Branche. OTC Asset Management OTC Asset Management wurde 2001 gegründet und ist Teil der Tocqueville Finance, einer der erfolgreichsten unabhängigen Fondsmanagement-Gesellschaften in Frankreich. OTC verwaltet drei Fonds, die in Frankreich und in anderen europäischen Ländern in High-Tech-Unternehmen aus den Bereichen Kommunikation und Life-Science investieren. Pressemitteilung der FH Aachen (05.2004) Tag der offenen Tür in Jülich „Von der Natur lernen, heißt... in Jülich Bionik studieren!“ Jülich - 59 interessante Stationen durch die Welt der Ingenieure führten beim „Tag der offenen Tür“ von den Laboratorien und Instituten am Ginsterweg zum Solar-Campus. Trotz strahlenden Sonnenscheins war der Zulauf sehr erfreulich. Bunt, ansprechend und vor allem höchst informativ gestaltete sich das Programm, das das sehr engagierte Jülicher Team um Abteilungssprecherin Frau Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack auf die Beine gestellt hatte. In drei Hörsälen referierten Jülicher Forscher über ihre Arbeit – von Analytischer Chemie über Solare Kraftwerke bis hin zu den neuesten Erkenntnissen in der Blitzforschung. Die Vorträge fesselten nicht nur die anwesenden Schüler und Studieninteressierte, sondern auch zahlreiche Besucher, die einmal hinter die Kulissen der Hochschule schauen wollten. Last but not least, informierte Prof. Dr. Marcus Baumann über die vielfältigen Möglichkeiten, in Jülich einen zukunftsträchtigen Beruf zu studieren und gleichzeitig „von der Natur zu lernen“. „Sowohl in den Life Sciences als auch in der Bionik werden künftig viele lukrative Arbeitsplätze entstehen“, so der Baumann vor Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschule und Politik, allen voran Reiner Priggen, arrivierter NRW-Landtagsabgeordneter der Bündnis 90/Die Grünen. „Die Natur hat uns viele Vorbilder geliefert, von ihr kann man sehr viel lernen“, ob von einem Gecko, einem Elefantenrüssel, kunstvoll und recyclingfähig verpackten Früchten, lärmreduzierenden und treibstoffsparenden „Winglets“ bei Flugzeugen und einer nicht zufälligen Ähnlichkeit zwischen Kieselalgen und Alu-Autofelgen, die Natur macht es erfolgreich vor oder anders: von der Natur lernen, heißt eben: In Jülich Bionik studieren! Ein Besuch in der Mensa, die Speisen und Getränke zum Sonderpreis anbot, rundete einen gelungenen Tag der offenen Tür in Jülich ab. Aachener Nachrichten (21.05.2004) Fadenfeine Geräte im OP Aachen. Die technischen Möglichkeiten für gynäkologische Diagnosen und Operationsmethoden im Universitätsklinikum (UKA) sind einen riesigen Schritt weiter gekommen. Die kleinsten Microendoskopie-Geräte und andere Instrumente hat Dr. Stefan Rimbach, seit April Oberarzt der Frauenklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, in Aachen eingeführt. «Die technologische Entwicklung erlaubt uns neue Methoden einzuführen, aber auch die herkömmlichen zu verbessern», erläuterte Rimbach vor der Presse. Blutfreie, schonende Operationen und schnellere, schmerzfreie Untersuchungen sind der große Vorteil für die Patientinnen. Unter einem Millimeter oder 0,5 Millimeter dünn sind die Endoskope zur Untersuchung des Körperinneren und damit etwa halb so klein wie die bisher eingesetzten Geräte. Um beispielsweise Eileiter und Eierstöcke zu untersuchen, musste bisher ein Schnitt durch die Bauchdecke gemacht oder der Muttermund geweitet werden. Narkose und stationärer Aufenthalt der Patientin waren unabdingbar. Einbeziehung der Patientin Jetzt ist es möglich, mit fadenfeinen Endoskopen bis in den Eierstock zu gelangen und zu diagnostizieren, ohne die schmerzhafte Weitung des Muttermundes. Das Verfahren ermöglicht die direkte Einbeziehung der Patientin. Das endoskopische Bild erscheint während der schmerzfreien Untersuchung auf einem Monitor und die Frau kann sich unmittelbar an Entscheidungsprozessen beteiligen. Mit Hilfe der Micro-Instrumente kann auch schonend operiert werden. Ein Drittel aller Frauen leiden während der Periode unter starken Schmerzen und extremen Blutungen, weiß Rimbach zu berichten. Ursache sind oft Myome, kleine, nicht bösartige Geschwulste in der Gebärmutter. Sie können mit Hilfe der minimalinvasiven Medizin entfernt werden. Hoher Prozentsatz Zu einem hohen Prozentsatz könne eine totale Entfernung der Gebärmutter vemieden werden. Falls die Entfernung aus medizinischen Gründen doch notwendig ist, dann kann mit den Micro-Intrumenten operiert werden. Meist können dadurch der Gebärmutterhals und auch die Eierstöcke erhalten bleiben. Postoperative Schmerzen und Beschwerden werden um ein vielfaches verringert. Dr. Rimbach und Oberarzt Dr. Bernd Morgenstern bieten im Klinikum einmal pro Woche eine Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) und eine minimal invasive Medizin-Sprechstunde im UKA an. Infos im Internet auf der Homepage des UKA: www.ukaachen.de, von da über den Link «Unsere Einrichtungen» zur Frauenklinik. Bioreaktor bringt Stein ins Rollen Von Ute Steinbusch Jülich. Eine technische Raffinesse ist der Wirbelschichtreaktor immer noch, der 1998 den Ausschlag für die Gründung einer jungen Biotechnologie-Firma in der Region gab. Damals noch «Papaspyrou Biotech», hat das Unternehmen bis heute nicht nur den Namen geändert, sondern auch sein Geschäftsfeld. «Wir vertreiben zwar nach wie vor den Reaktor, auf den wir eine Lizenz vom Forschungszentrum Jülich (FZJ) haben», erklärt Geschäftsführer Andreas Herrmann. Mit dem Reaktor ist es möglich, um den Faktor fünf bis zehn höhere Zellausbeuten zu erzielen als mittels der klassischen Methode. Die Raum-Zeit-Ausbeute ist wesentlich verbessert, die Investitionskosten geringer. Damit ist es beispielsweise möglich, Antikörper für therapeutische Zwecke zu produzieren. Aus «Papaspyrou Biotech» ist 2003 «Celonic» (LifeTec-Mitglied) geworden, Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens die Auftragsentwicklung. «Besonders spezialisiert sind wir auf die Prozessentwicklung von therapeutischen Proteinen in Säugetierzellen», erklärt Herrmann. Um solche Substanzen herstellen zu dürfen, muss das Unternehmen hohe Anforderungen erfüllen. «Momentan sind wir noch nicht in der Lage, nach den Regeln der Good Manufacturing Practice (GMP) zu produzieren, das wollen wir aber bis zum Herbst aufholen.» Aktuell kann Celonic bis zu 100 Liter von einem gewünschten Eiweiß herstellen, das reicht für die vorklinischen Prüfungen therapeutischer Wirkstoffe. Außerdem leistet sich Celonic einen Forschungsbereich «Tissue Engineering», bei dem es um die Entwicklung dreidimensionaler Gewebekonstrukte geht, um etwa Patienten mit Verbrennungen, Tumorgeschwüren oder diabetischer Ulcera helfen zu können. Celonic ist die erste Ausgründung des Forschungszentrums Jülich und seit 1999 im Technologiezentrum Jülich ansässig. Die Firma finanziert sich über den Umsatz und stille Beteiligungen. «Ohne jegliches Risikokapital haben wir ein gesundes, freilich langsames organisches Wachstum geschafft», erklärt der Geschäftsführer. Von zwölf Mitarbeitern sind zehn Wissenschaftler. Über 300 Unternehmen arbeiten in der Euregio Maas-Rhein, die eines gemeinsam haben: Sie beschäftigen sich mit Lebenswissenschaften - Medizintechnik und Biotechnologie. Darunter sind namhafte Adressen wie die Heerlener Philips Medical Systems B.V., die Aachener Grünenthal GmbH oder Eurogentec S.A. in Lüttich. Dazu gehören aber auch zahlreiche kleine Unternehmen und Spin-offs der regionalen Hochschulen. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt «Heartbeat of Life Sciences in Europe - Meuse Rhine Triangle» wird von der regionalen Entwicklungsgesellschaft AGIT, Aachen, koordiniert. Wir stellen einige Unternehmen in einer Serie vor. Aachener Nachrichten (17.05.2004) «Bioriver» hat noch gut Wasser Von Ute Steinbusch Köln/Aachen. Zu den vier wichtigsten deutschen Biotechnologie-Regionen zählt die renommierte Unternehmensberatung Ernst & Young die im vergangenen Jahr gegründete Initiative «BioRiver». Sie vereint die Standorte Aachen, Jülich, Köln, Bonn und Düsseldorf zu einer Bioregion und erreiche auf diese Weise eine «kritische Masse», um mit anderen deutschen Regionen wie München-Martinsried, dem Rhein-Neckar-Dreieck mit Heidelberg, Mannheim und Darmstadt oder Berlin-Brandenburg zu konkurrieren. Ernst & Young stellte in den Räumen der Industrie- und Handelskammer zu Köln den fünften deutschen Biotechnologie-Report 2004 vor. Die Unternehmensberatung verglich in ihrer Interpretation die neue Bioregion «BioRiver» mit ihren Mitbewerbern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Zwar macht die Konsolidierung der Branche auch vor BioRiver nicht halt, aber die Mehrheit der Unternehmen - aktuell geht Ernst & Young von 28 aus - konnte sich behaupten. Die Zahl verringerte sich gegenüber dem Vorjahr lediglich um ein Unternehmen. In der Region sind knapp zwei Drittel der Firmen auf Gebieten außerhalb der Medikamentenentwicklung tätig. Beispielsweise spielen die Entwicklung von Forschungswerkzeugen, Diagnostika, Feinchemikalien und moderne biotechnische Prozessentwicklung eine größere Rolle - im Unterschied zum Rhein-Neckar-Dreieck oder München-Martinsried, wo rund 50 Prozent der Unternehmen auf Arzneimittelentwicklung fokussiert sind. In BioRiver setzen die Wirkstoffentwickler zudem andere Akzente: Wesentlich stärker als in anderen Regionen bauen die Unternehmen auf gentechnisch hergestellte Eiweiße, um etwa Krebs oder Erkrankungen des Zentralen Nervensystems zu therapieren. Auch wenn es zahlenmäßig weniger Unternehmen sind als anderswo - erste Erfolge liegen vor. So befindet sich beispielsweise ein Wirkstoff zur Schlaganfall-Therapie der Aachener Firma Paion (LifeTec-Mitglied) in der klinischen Phase II. In der Region Aachen unterstützen besonders die RWTH (LifeTec-Mitglied), die AGIT (LifeTec-Mitglied); die Industrie- und Handelskammer (LifeTec-Mitglied) sowie die lokale Brancheninitiative LifeTec Aachen-Jülich die Zugehörigkeit zu der rheinländischen Initiative. BioRiver wird sich im nächsten Monat auf der BIO in San Francisco, der weltgrößten Biotechnologie-Messe, als Bioregion vorstellen. Aachener Zeitung (14.05.2004) Von unserer Mitarbeiterin Margret Nußbaum Baesweiler. Bereits eineinhalb Jahre nach Gründung der AplaGen GmbH (LifeTec-Mitglied) im Internationalen Technologie- und Service-Center (LifeTec-Mitglied) ist den innovativen Geschäftsführern Dr. Franzpeter Bracht und Prof. Dr. Hans-Georg Frank ein durchschlagender Erfolg gelungen. «Wir haben mit unserer CFPS-Technologie eine neue, herausragende Methode für die Synthese von längeren Peptiden und Proteinen entwickelt. Sie werden von Pharmaunternehmen hauptsächlich zur Herstellung von Medikamenten, etwa gegen Diabetes, HIV, Krebs, Infektionskrankheiten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen benötigt. Wir sind nun in der Lage, große Produktmengen schneller und preiswerter als je zuvor zur Verfügung zu stellen», erklärt Frank. Ende letzten Jahres sprachen er und sein Mitgeschäftsführer namhafte Unternehmen im In- und Ausland an. Nun haben sie einen ganz großen Fisch an Land gezogen. Die Lonza Group AG in Basel hat nämlich mit AplaGen einen Vertrag über die gesamte Patentlaufzeit abgeschlossen. Das sind 20 Jahre. Dirk Oehlers, Verkaufsleiter und Geschäftsführer von Lonza, lobte: «CFPS ist eine sehr interessante und viel versprechende Technologie, die wir in den kommenden Jahren immer mehr benötigen werden.» Für Bracht und Frank ist Lonza der geeignete Partner. «Immerhin hat das Schweizer Unternehmen im Jahr 2003 einen Umsatz von zwei Milliarden Dollar erzielt», sagt Bracht. Der Erfolg ist nach außen bereits sichtbar. Denn die AplaGen hat im its von 400 auf 650 Quadratmeter Betriebsfläche vergrößert. AplaGen und Lonza beabsichtigen, demnächst hier eine gemeinsame Produktionsstätte aufzubauen. Das bedeutet noch einmal eine räumliche Erweiterung. Zu den bis jetzt 16 Mitarbeitern sollen dann noch einmal drei bis vier dazukommen - und je nach Auftragslage mehr. «Nach vier bis fünf Jahren wollen wir soweit sein, uns im neu geplanten Gewerbegebiet an der Halde Carl-Alexander niederzulassen. Denn Baesweiler ist nun mal in der Region einer der interessantesten Standorte für Biotechnologie-Unternehmen», meint Bracht.
Franzpeter Bracht (hinten) und Hans-Georg Frank demonstrieren eine Apparatur, an der Lösungen zusammengeführt werden, die zu Veränderungen an Peptiden führen. Foto: Margret Nußbaum Aachener Zeitung (12.05.2004) Von unserer Mitarbeiterin Ute Steinbusch Baesweiler. Im Büro von Dr. Stephan Felber, Betriebsleiter der BBT Biotech GmbH, Baesweiler, zeigt eine Karte, wo die Kunden des Unternehmens zu finden sind. Mit Ausnahme von Australien auf jedem Kontinent. Die BBT ist pharmazeutischer Bio-Wirkstoffhersteller und verkauft ihre Produkte an Unternehmen, die in den jeweiligen Ländern Zulassungen für den Vertrieb von Arzneimitteln besitzen. Das Unternehmen produziert seit dem Frühjahr 1999 in Baesweiler und beschäftigt heute 25 Mitarbeiter. Produziert werden die Wirkstoffe in zwei Abteilungen, der Fermentations- und der Proteinaufreinigungsabteilung. Produkte sind beispielsweise Streptokinase und Urokinase, beides Enzyme die bei Erkrankungen eingesetzt werden, bei denen Blutgefäße durch ein Blutgerinnsel verschlossen sind, wie z. B. beim Herzinfarkt oder Schlaganfall. Außerdem stehen Fertilitätshormone, wie das Follikel-stimulierende Hormon (FSH), auf der Produktpalette. Diese Hormone dienen dazu, unfruchtbaren Frauen zu einer Schwangerschaft zu verhelfen. Die Aufreinigung der Proteine (Down-stream Processing) erfolgt mit Hilfe von Chromatographiesäulen und Ultrafiltrationssystemen. Um die Aufarbeitung kontrollieren zu können, steht eine entsprechende Analytik zur Verfügung. Des weiteren werden die Aufarbeitungsschritte unter für jedes Produkt spezifisch validierten Bedingungen durchgeführt. Für Probiotika werden z.B. Lactobacillen (Milchsäurebakterien) durch Fermentation hergestellt. Dafür besitzt das Unternehmen verschieden große Fermenter - Behälter, in denen die Mikroorganismen gezüchtet werden. Der größte Fermenter fasst 18.000 Litern. Die anschließende Aufarbeitung wird mit Hilfe von Separatoren, Filtrationssystemen und Gefriertrocknern durchgeführt. Über 300 Unternehmen arbeiten in der Euregio Maas-Rhein, die eines gemeinsam haben: Sie beschäftigen sich mit Lebenswissenschaften - Medizintechnik und Biotechnologie. Darunter sind namhafte Adressen wie die Heerlener Philips Medical Systems B.V., die Aachener Grünenthal GmbH oder Eurogentec S.A. in Lüttich. Dazu gehören aber auch zahlreiche kleine Unternehmen und Spin-offs der regionalen Hochschulen. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt «Heartbeat of Life Sciences in Europe - Meuse Rhine Triangle» wird von der regionalen Entwicklungsgesellschaft AGIT, Aachen, koordiniert. Aachener Zeitung (12.05.2004) Neue Impulse für die Medizintechnik Von unserer Mitarbeiterin Ute Steinbusch Aachen. Mit stechenden Schmerzen im linken Arm wird Arno S. ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose steht schnell fest: Infarkt. Um sein Herz wieder stabil schlagen zu lassen, greifen die Mediziner zu einer Neuentwicklung Aachener Medizintechniker: einer winzigen, entfaltbaren Pumpe, der kleinsten Miniaturstufe einer Herzunterstützung, die es gibt. Die Idee, die hinter der Pumpe steckt, klingt so einfach wie pfiffig. Sie besitzt ein Nitinolgeflecht, das je nach Temperatur unterschiedliche Formen annimmt. Durch die Körpertemperatur entfalten sich die Rotorblätter, und die Pumpe läuft mit mehr als 30.000 Umdrehungen pro Minute los. Bis zu sieben Stunden soll sie dem Herzen auf diese Weise im Akutfall auf die Sprünge helfen. Das hoffen zumindest ihre Entwickler gemeinsam mit dem Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik (AKM). Das AKM wurde im Jahr 2000 als eines von acht Medizintechnik-Kompetenzzentren mit Unterstützung des Bundesforschungsministeriums (BMBF) gegründet. Die Geschäftsstelle des AKM-Verbundes gehörte zunächst strukturell zum regionalen Wirtschaftsförderer AGIT (LifeTec-Mitglied) . Mit Unterstützung der angeschlossenen Institute und Unternehmen wurde zum 1. Januar 2004 die Geschäftsstelle in eine eingetragene GmbH mit dem Namen «AKM-Innovationsmanagement GmbH» ausgegründet. Sie unterstützt Ideen für medizintechnische Produkte bis zu einer möglichen Umsetzung. Die Blutpumpe etwa hat sich in einer ersten Machbarkeitsstudie als zukunftsträchtig erwiesen. Zur Zeit wird sie im Tierexperiment getestet. Neben dieser Hilfestellung auf dem Weg zum fertigen Produkt beschäftigt sich das AKM mit Innovations- und Technikanalysen, aktuell mit einer Studie «zur Situation der Medizintechnik in Deutschland im internationalen Vergleich». Auftraggeber ist das Bundesforschungsministerium. Während zahlreiche Partner quer durch die Bundesrepublik sich an der Erstellung der Studie beteiligen, vergab das Ministerium die Konsortialführung an die Aachener Medizintechnik-Experten gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik). «Das bedeutet eine Aufwertung des Medizintechnik-Standorts Aachen, zumal mit der AGIT und den Fraunhofer-Instituten für Lasertechnik und für Produktionstechnologie weitere Aachener Einrichtungen zum Verbund gehören», interpretiert Robert Farkas, Geschäftsführer des AKM. In 13 Monaten Laufzeit wollen die Partner Fragen auf den Grund gehen, wie Wirtschaft und Wissenschaft sich in der Medizintechnik derzeit entwickeln, welche Schlüsseltechnologien die Medizintechnik von morgen ausmachen und wie Innovationen in die medizinische Versorgungskette gelangen. Deutschland zählt hinter den USA mit Japan zu den Top drei in Sachen Medizintechnik weltweit. Die Studien-Beteiligten wollen es auf seine Wettbewerbsfähigkeit hin prüfen: Wo gibt es Stärken, wo Schwächen? Daraus will man Handlungsempfehlungen ableiten. Abgegrenzt zu anderen Kompetenzzentren in Deutschland hat das Aachener Zentrum den Schwerpunkt Miniaturisierung gewählt, insbesondere in den Bereichen Herz-Kreislauf und Gewebetherapie. Interdisziplinäres Arbeiten anzuregen, gehört zu den Aufgaben des Zentrums. Prof. Thomas Schmitz-Rode, Sprecher des AKM, sieht das Kompetenzzentrum als Brennglas, das Interessen zusammenführt und Kontakte herstellt. «Wenn wir von einer Idee für ein Produkt hören, prüfen wir, ob es technologisch interessant ist und ob es dafür einen Markt gibt. Formalien bleiben bei uns erst mal außen vor.» Durch die Beratung des AKM haben bereits drei Forschungsprojekte aus RWTH und Universitätsklinikum Aachen in den vergangenen zwei Jahren den Innovationswettbewerb der Medizintechnik gewonnen. Die auf diese Weise zusätzlich eingeworbenen Drittmittel sind ein willkommener Entwicklungsschub für die jeweiligen Projekte. Mehr dazu: http://www.akm-aachen.de
„Formalien bleiben bei uns erst mal außen vor“: Prof. Thomas Schmitz-Rode, Sprecher des Aachener Kompetenzzentrums Medizintechnik. Foto: Michael Jaspers Pressemitteilung: DASGIP übernimmt Europäischen Vertrieb für CellSciencesProdukte Die DASGIP AG aus Jülich (LifeTec-Mitglied), Spezialist für parallele Systeme für die Biotechnologie, hat ein Vertriebsabkommen für die Vermarktung der gesamten CellSciencesProduktlinie der Firma CellSciencesPltLtdin Europa unterschrieben. Dies ist eine signifikantenErweiterung des CellSciences Vertriebsnetzes. Die Partner haben außerdem beschlossen, die Einweg-Spinner von CellSciencesin DASGIP cellferm-pro® Systeme zur Kultivierung von Suspensionszellen im Kleinmaßstab zu integrieren. Wie Dr. Thomas Drescher, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der DASGIP AG, betont, stelle die CellSciencesProduktlinie von Einweg-Spinnern eine wichtige Erweiterung zu den bisherigen kleinmaßstäblichen parallelen Bioreaktorsystemen und Modulen des Unternehmens dar. RWTH erhält 100.000 Dollar von Viktor Pollak Aachen/Saskatoon. Er war Berater des zentralen Planungsbüros von China, war auf persönliche Einladung der Königin Gastforscher der Universität von Dänemark. Er konnte endlos von unzähligen Abenteuern auf seinen Reisen durch das ganze Südostasien und halb Südamerika erzählen. Und nun profitiert die RWTH Aachen vom Erbe des Viktor Pollak. Er verdingte sich als Designer der tschechischen Telefongesellschaft und er wurde einer der weltweit namhaftesten Experten der Medizintechnik. Steven Spielberg wollte einmal sein Leben verfilmen. Das wohl weniger wegen seines illustren Lebens nach dem Krieg. Vielmehr, weil dem ein europäisches Schicksal vorausging. Viktor Pollak wurde 1917 in Wien als Sohn jüdischer Eltern geboren, nach deren frühen Tod er von einem Onkel in der Tschechoslowakei großgezogen wurde. Von 1941 bis 1945 überlebte Viktor Pollak das Konzentrationslager von Theresienstadt; seine Verwandten nicht. Rasante Karriere Dieser Mann, der nach diesen Erlebnissen die Kraft für eine rasante Karriere aufbrachte, die mit mehreren Diplomen an der Technischen Universität von Prag begann und ihn schließlich Professor für «Biomedical Engineering» an der Universität der kanadischen Provinz Saskatchewan werden ließ, entfaltete seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine innige Beziehung zu Aachen und der RWTH (LifeTec-Mitglied). Und die darf nun stolz und glücklich über sein Vermächtnis sein. Mirka Pollak überlässt der Aachener Hochschule zunächst 100.000 Dollar aus dem wohl nicht unbeträchtlichen Erbe ihres Mannes. Die Summe geht in den «Viktor-und-Mirka-Pollak-Fonds für Medizinische Technik» ein. Daraus sollen interdisziplinäre Forschungsvorhaben gefördert werden, die im Sinne Pollaks «neue Ansätze der medizinischen Diagnostik mit technologischen Mitteln zum praktischen Einsatz bringen». Auch sollen herausragende Absolventen mit einem nach den Stiftern benannten Preis ausgezeichnet werden. Träger des Fonds ist die Gesellschaft der Freunde und Förderer der RWTH Aachen. «Brauchen Sie Geld?» Konkret beabsichtigt ist, Forschungsarbeiten zur Frühdiagnose von Krebs zu unterstützen. Das geht auf Dietrich Meyer-Ebrecht zurück, an dessen Institut für Messtechnik und Bildverarbeitung Pollak zwischen 1985 und 1997 regelmäßig Gastdozent war. Ohne Professor Meyer-Ebrecht würde es aber auch weder die Spende noch die ganze schöne Geschichte geben, die den berühmten Mediziningenieur aus Kanada nach Aachen gebracht hat. Meyer-Ebrecht, heute 64, hatte sein Forscherdrang anfangs der 80er Jahre getrieben, seine Dienstreisen für den Philips-Konzern in den Norden der USA dazu zu nutzen, die Kapazitäten seines Fachs dort kennenzuleren - und war dabei auf Pollak in Saskatoon gestoßen. Der wiederum hatte großes Interesse an einem Praktikum bei Philips. «Daraus wurde dann zwar nichts, weil ich kurz drauf den Lehrstuhl an der RWTH bekam», erzählt Meyer-Ebrecht, aber bald darauf traf man sich auf einem Kongress in Venedig wieder, «und da habe ich ihn kurzerhand als Gastprofessor eingeladen». Fruchtbare Zusammenarbeit Daraus wurden nicht nur zwölf Jahre wissenschaftlich sehr fruchtbarer Zusammenarbeit mit einer Koryphäe, die die Studenten auch nachhaltig menschlich beeindruckte. Es wurde auch eine private Freundschaft der beiden Ehepaare daraus und eine Zweitwohnung der Pollaks in Aachen. «Zeitweise waren sie länger hier als in Kanada.» In den letzten Jahren vor seinem Tod holten Viktor Pollak, wie Meyer-Ebrecht erzählt, die körperlichen und seelischen Strapazen seiner Zeit im Konzentrationslager ein. Herzprobleme und mehrere Schlaganfälle schwächten ihn so, dass er auch kein Flugzeug mehr besteigen konnte. «Viktor und Mirka wollten aber unbedingt zu meinem 60. Geburtstag nach Aachen kommen und nahmen ein Schiff.» Die Reise war bald zu Ende. Bei einem Stopp auf den Virgin Islands in der Karibik starb Viktor Pollak am 29. April 1999. Mirka Pollak, 84 Jahre alt, kommt immer noch nach Aachen. Und irgendwann fragte sie Meyer-Ebrecht: «Können Sie nicht Geld gebrauchen für die Forschung?» Wie es scheint, war das noch nicht das Ende einer wunderbaren Freundschaft. Kleinster Transistor kommt aus Aachen Von unserem Redakteur Axel Borrenkott Aachen. Am Anfang war das Wort, sagt die Bibel. Am Anfang war die Information, sagt der entzauberte Techniker und hat auch Recht. Natürlich kann man die Umwandlung von Energie in Materie nach dem Urknall ebenso als Datenverarbeitung betrachten wie die Erzeugung von Tönen oder den Fluss von Gedanken. Information war schon immer die Grundlage von allem, was geschieht. Nur lernen wir erst jetzt, Menschen und Frösche, Genome und Blumen als informationsverarbeitende Systeme zu betrachten. Vor allem aber lernen wir, dass unser Alltag inzwischen von einer Technologie abhängt, die so klein ist, das wir sie nicht mehr sehen, und so schnell, dass wir sie nicht mehr beobachten können. War ein Transistor, die Grundeinheit aller Elektronik, bei seiner Einführung vor gut 40 Jahren noch so groß, dass man ihn bequem anfassen konnte, passen heute 100 Millionen und mehr davon auf einen Computer-Chip, der in einer Sekunde Milliarden von Informationen verarbeitet. Nanometer (ein Millionstel Millimeter), und Femtosekunden (10-15 Sekunden) sind heute die Standard-Dimensionen der Informationstechnik. Ziemlich vorne im weltweiten Wettbewerb um die schnellste und auf kleinstem Raum funktionierende Datenverarbeitung sind das Institut für Halbleitertechnik der RWTH Aachen und das mit ihm verbundene Advanced Microelectronic Center Aachen. In diesem 1997 gegründeten AMICA werden mittels Nanotechnologie Konzepte für Transistoren mit immer kleineren Strukturen verfolgt. Ein dabei zu lösendes Grundproblem ist, dass bei ultrakleinen Transistoren so genannte Kurzkanaleffekte auftreten, die den Stromfluss stören. Ein Transistor wirkt wie eine Tür, die ganz auf oder ganz geschlossen ist. Wird die Länge dieser Tür («Gate») unter 50 Nanometer verkürzt, «schließt sie nicht mehr richtig und kann auch nicht mehr völlig geöffnet werden», erläutert Prof. Heinrich Kurz (60), der Direktor des Instituts. AMICA hat in einem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt bewiesen, dass man mit hochpräzisen Nanokanälen den störenden Kurzkanaleffekt ausschalten kann und selbst Kanallängen von 30 Nanometern, also noch kleinere Transistoren möglich sind. Über dieses so genannte «Advanced CMOS-Konzept» hinaus untersucht die Nanoelektronik-Gruppe von AMICA, noch weiter gehend, die technologischen Grenzen von Feldeffekt-Transistoren für die Massenherstellung. Dabei ist es gelungen, so Kurz, «Nanotransistoren mit einer Gatelänge von nur 12 Nanometern mit hervorragenden Schaltereigenschaften zu realisieren». Und das ist schlichtweg der kleinste funktionsfähige Transistor, der bislang in Europa gebaut wurde. Kurz: «Auf diesem Gebiet besteht eine ernstzunehmende Konkurrenz neben den US-Giganten Intel und IBM nur in zwei japanischen Laboratorien (NEC und NTT).» Mini-Laserquellen Professor Kurz leitet auch das Institut für Halbleitertechnik der RWTH. Dort werden, unter anderem, miniaturisierte Laserquellen entwickelt, die Lichtpulse mit 10 bis 20 Femtosekunden in hoher Folge aussenden. Besonders interessant dabei ist die Emission von Terahertz-Strahlung bei Betrachtung von Halbleiteroberflächen, mit der man Materialoberflächen wie auch biologische Substanzen zerstörungsfrei analysieren kann. Die Wissenschaftler entwickelten damit ein Verfahren, Defekte in der Erbsubstanz aufzuspüren, ohne die zu untersuchenden DNS-Stränge markieren zu müssen. Bei der bislang üblichen, sehr aufwändigen Markierung durch Farbstoffmoleküle kann die DNS nämlich beeinträchtig werden. Die Aachener nutzen stattdessen die Terahertz-Wellen, die in den DNS-Molekülen charakteristische Schwingungen anregen und sie somit identifizierbar machen. Inzwischen lässt sich mit der ständig verfeinerten Methode selbst die Mutation eines einzelnen Gens nachweisen. Vor zwei Jahren schon war dem Institut mit dieser Forschung nicht nur der Sprung in die zukunftsträchtige Biotechnologie, sondern auch die weltweite Beachtung durch Veröffentlichungen in maßgebenden Wissenschaftsmagazinen wie «Nature» gelungen. Am Institut für Halbleitertechnik der RWTH Aachen wird schwerpunktmäßig Grundlagenforschung im Bereich Halbleitertechnik betrieben mit dem Fokus, die Nanotechnologie für neue Bauelemente der Informationstechnik einzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung ist die Femtosekundentechnologie. AMICA ist komplementär zur universitären Forschungsgruppe auf die Umsetzung grundlegender Ergebnisse in die Anwendungen fokussiert. Im Mittelpunkt stehen neue Transistorkonzepte auf Siliziumbasis, die zu wesentlichen Steigerungen in der Integrationsdichte, Prozessorleistung und Speicherdichte führen sowie neue Funktionalitäten ermöglichen. Medizintechnik-Hersteller Alaris baut in Baesweiler aus Von unserer Mitarbeiterin Ute Steinbusch Baesweiler. «Wer in so einer Region lebt, hat die Pflicht, Arbeitsplätze zu schaffen.» Norbert Niedworok ist General Manager Deutschland der Alaris Medical Systems. Der Medizintechnik-Konzern arbeitet seit zwei Jahren in Baesweiler. Für das Dreiländereck sprach vieles. «Das hohe Potenzial an Arbeitskräften, diese phantastische Universität, die jedes Semester gute Leute hervorbringt, die für uns interessant sind, Organisationen wie das Internationale Technologie- und Servicecenter its (LifeTec-Mitglied) hier in Baesweiler oder die AGIT (LifeTec-Mitglied), die unendlich hilfreich sein können. Ich selbst komme aus Baden-Württemberg. Von dort haben wir früher wegen solcher Organisationen ganz neidisch in diese Region geschaut. Und nicht zu vergessen einen Bürgermeister, wie er engagierter nicht sein könnte: Dr. Linkens hilft uns bei allen bürokratischen Hürden. Der Mann ist einfach ein Phänomen!» Alaris Medical Systems stellt in erster Linie Pumpen zur Unterstützung von Körperfunktionen für Krankenhäuser her. Zurzeit verhandelt Niedworok mit der europäischen Zentale in Basingstoke/Großbritannien, die Arbeitsfläche fast zu verdreifachen und eine Aufstockung des Personals um rund 20. Bislang arbeiten am Standort Baesweiler 45 Menschen, in ganz Deutschland 70 für Alaris. Stolz ist Niedworok besonders auf das Servicecenter. «Wir vereinbaren mit unseren Kunden Wartungs- und Reparaturpauschalen. Wenn eine Pumpe defekt ist, muss der Kunde also nicht lange Zeit mit Kostenvoranschlägen vergeuden. Er schickt das Gerät einfach zu uns, und hier wird entweder repariert oder ausgetauscht. Was wir hier implementiert haben, ist logistisch gesehen einzigartig in Deutschland.» Alaris pflegt Erfahrungsaustausch mit Krankenhäusern und universitären Einrichtungen - auch ein Plus für das Dreiländereck denn mit universitären Einrichtungen von solcher Dichte wartet kaum eine andere Region auf. Düsseldorf oder Amsterdam sind in kürzester Zeit erreichbar. Niedworok glaubt: «Es ist kein Zufall, dass sich diese Region zu einem Umschlagplatz Europas entwickelt.» Über 300 Unternehmen arbeiten in der Euregio Maas-Rhein, die eines gemeinsam haben: Sie beschäftigen sich mit Lebenswissenschaften - Medizintechnik und Biotechnologie. Darunter sind namhafte Adressen wie die Heerlener Philips Medical Systems B.V., die Aachener Grünenthal GmbH oder Eurogentec S.A. in Lüttich. Dazu gehören aber auch zahlreiche kleine Unternehmen und Spin-offs der regionalen Hochschulen. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt «Heartbeat of Life Sciences in Europe - Meuse Rhine Triangle» wird von der regionalen Entwicklungsgesellschaft AGIT, Aachen, koordiniert. Wir stellen einige Unternehmen in einer Serie vor. Vier Unternehmen der Region bei BioChancePLUS im Rennen (von Ute Steinbusch) 100 Millionen Euro hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mobilisiert, um junge Biotechnologie-Unternehmen zu unterstützen. Für das Mittelstandsförderprogramm BioChancePLUS sind zu Jahresbeginn über 220 Projekt-Skizzen eingereicht worden. Nun ist entschieden, welche Skizzen zu Anträgen weiterentwickelt werden sollen. Unter den bundesweit 58, die eine freudige Nachricht erhalten haben, sind auch vier Unternehmen aus der Region Aachen: Aplagen (LifeTec-Mitglied) aus Baesweiler, HiTec Zang aus Herzogenrath, die Jülicher Celonic (LifeTec-Mitglied) gemeinsam mit Matricel (LifeTec-Mitglied) aus Herzogenrath. BioChancePLUS fördert die Zusammenarbeit zwischen jungen Biotechnologie-Unternehmen und anderen Mittelständlern. Um möglichst viele Unternehmen fördern zu können, soll der private Finanzanteil im Durchschnitt bei 60 Prozent liegen. Das Förderprogramm soll so insgesamt 250 Millionen Euro mobilisieren. Abgewickelt und an den Projektträger Jülich weitergeleitet haben die insgesamt fünf Anträge aus der Region Dr. Ute Schelhaas von der AGIT und Dr. Christof Knocke von der Life Science Agency (LSA) Nordrhein-Westfalen. Oberflächen- und Werkstofftechnologie in der Life Science (LSA Life Science Agency GmbH) Die LSA GmbH ist in Nordrhein-Westfalen zentraler Beratungs- und Servicepartner für Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik. Der Non-Profit-Dienstleister betreut und berät seit Januar 2003 Unternehmen der Life-Science-Branche in Nordrhein-Westfalen (NRW) bei Firmengründung, Forschungsprojekten und Internationalisierungsplänen. Etablierte Unternehmen und junge Start-ups bauen auf das Know-how der LSA GmbH, die die Kompetenz der drei Vereine Bio-Gen-Tec-NRW, Health Care NRW und MeTNet NRW bündelt. Gemeinsam mit dem Land NRW fördert die LSA GmbH den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in den Disziplinen Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik. Unter diesem Motto steht für die LSA GmbH auch die Beteiligung am tech-transfer Stand (Halle 18, Stand L03) auf der diesjährigen Hannover Messe. Intelligente Materialien aus NRW Im Fokus stehen mit der Oberflächen- und Werkstofftechnologie zwei der vielen interessanten Forschungs- und Produktfelder der Life Science, welche zunehmend auch in anderen Industriesparten eingesetzt werden. Beschichtungen von Stents von einem Millionstel Millimeter Größe, Bio-Matrices zur Besiedlung von menschlichen Zellen (Matricel GmbH) (LifeTec-Mitglied), Medikament-freisetzende Stents (Hemoteq GmbH) (LifeTec-Mitglied) und Kunststoffe mit Gedächtnis: Im Vortragsprogramm am 22. April ab 10.00 Uhr stellen Innovationsträger aus NRW, darunter der Gewinner des Innovationspreises Ruhrgebiet 2002, alcove surfaces GmbH aus Gladbeck, ihre Entwicklungen vor. Als Höhepunkt dieser „Intelligenten“ Materialien möchte die LSA GmbH das Produkt der mnemoscience GmbH (LifeTec-Mitglied) aus Übach-Palenberg vorstellen. Zusammen mit der RWTH-Aachen hat das Unternehmen Werkstoffe entwickelt, die ein Formgedächtnis besitzen: Auf der Hannover Messe wird mnemoscience live zeigen, wie Polymere ihre temporäre Form zunächst verlieren und sich anschließend an ihre ursprüngliche „erinnern“. Vorführungen, Vorträge und Exponat sollen nicht nur den Einsatz hochinnovativer Materialien in der Life Science beleuchten, sondern auch den Tech-Transfer anschaulich machen: Denn die hier vorgestellten Unternehmen sowie ihre Entwicklungen oder Produkte sind Paradebeispiele für die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, wie sie in der Life Science eigentlich selbstverständlich ist, und wie sie zunehmend in allen industriellen Feldern Voraussetzung dafür ist, auf dem weltweiten Innovations-Markt erfolgreich mitzuspielen. |
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| Last update: 04.12.2007 |
LifeTecAachen-Jülich e.V. |
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